Bestandskunden übernehmen: der Programmstart, an dem die meisten scheitern
Am Tag der Einführung haben alle Kunden dasselbe Guthaben: null. Für einen Neukunden ist das normal. Für jemanden, der seit vier Jahren bei dir kauft, ist es eine Enttäuschung - er hat das Gefühl, für seine Treue zu spät gekommen zu sein.
Warum der Start heikel ist
Der treueste Kunde bekommt die schlechteste Nachricht
Ein Programm, das erst ab heute zählt, belohnt ausgerechnet die, die noch nichts getan haben, genauso wie die, die seit Jahren bestellen. Der Stammkunde sieht dieselbe Null wie ein Fremder - und liest daraus, dass seine bisherigen Käufe nichts wert waren.
Das ist kein Rechenproblem, sondern ein Erwartungsproblem. Es entscheidet, ob die erste Mail über das neue Programm als Geschenk oder als Frechheit ankommt.
Was der Nachtrag tut - und was nicht
Der Einrichtungsassistent bietet einen einmaligen Lauf an, der Bestandskunden rückwirkend den Registrierungs-Bonus und auf Wunsch den Newsletter-Bonus gutschreibt. Er rechnet nicht die Umsätze der Vergangenheit nach.
Der Unterschied ist wichtig:
Wird gutgeschrieben - Registrierungs-Bonus für jedes bestehende Kundenkonto
Wird gutgeschrieben, wenn du es willst - Newsletter-Bonus für bestätigte Abonnenten
Wird nicht gutgeschrieben - Punkte für frühere Bestellungen
Das ist Absicht. Ein rückwirkender Umsatzlauf über Jahre erzeugt Guthaben in einer Höhe, die niemand kalkuliert hat, und macht aus einem Programmstart eine offene Verbindlichkeit von unbekannter Größe.
Wer mehr geben will, gibt es bewusst
Wenn die Stammkunden mehr bekommen sollen, ist der saubere Weg ein Ziel oder eine manuelle Buchung mit Begründung - nicht ein automatischer Lauf über alle Bestellungen. Beides ist im Punkte-Hauptbuch nachvollziehbar und in der Höhe vorher bekannt.
Eine manuelle Buchung trägt immer einen Grund, der in der Buchung stehen bleibt. Damit lässt sich auch Monate später beantworten, warum ein Kunde 2.000 Punkte mehr hat als seine Bestellungen hergeben.
Wie der Lauf abläuft
Eine Karte auf dem Dashboard, ein Klick
Nach der Installation erscheint auf dem Dashboard die Karte „Bestandskunden belohnen" mit einer Vorschau: wie viele Kundenkonten es gibt, wie viele davon den Newsletter bestätigt haben und wie viele Punkte insgesamt entstehen würden.
Wann
einmalig, direkt nach der Einrichtung
Wo
Kunden → Bonuspunkte → Dashboard
Vorschau
Zahl der Konten und Summe der Punkte, bevor etwas gebucht wird
Danach
die Karte verschwindet, der Lauf ist erledigt
Du kannst die Karte auch wegklicken, ohne etwas zu buchen. Dann startet das Programm bei null - eine legitime Entscheidung, aber eine bewusste.
In Stapeln, damit auch große Shops es überstehen
Der Lauf arbeitet in Blöcken von 250 Kunden und meldet nach jedem Block seinen Fortschritt. Es gibt keine lange Transaktion und keine Sperre über die gesamte Kundentabelle - auch bei sechsstelligen Kundenzahlen bleibt der Shop bedienbar.
Bricht der Lauf ab, ist nichts halb passiert: Was gebucht wurde, ist gebucht, und die Karte bleibt stehen, bis er wirklich durch ist.
Zweimal ausführen geht nicht schief
Jede Gutschrift trägt denselben Schlüssel wie die reguläre Registrierungs-Buchung. Ein Kunde, der ihn schon hat, bekommt ihn nicht noch einmal - die Datenbank lässt es nicht zu.
Deshalb ist der Lauf auch dann ungefährlich, wenn zwischenzeitlich schon Neukunden über den normalen Flow gesammelt haben.
Was du dafür einstellst
Die Einstellungen zu diesem Anwendungsfall
Der Nachtrag benutzt dieselben Punktwerte wie der laufende Betrieb. Wer den Bestandskunden mehr geben will, setzt den Wert vor dem Lauf hoch und danach wieder zurück.
Bekommen Bestandskunden Punkte für alte Bestellungen?
Nein. Der Nachtrag schreibt den Registrierungs- und auf Wunsch den Newsletter-Bonus gut, aber er rechnet keine vergangenen Umsätze nach. Das ist Absicht: Ein rückwirkender Umsatzlauf erzeugt eine Verbindlichkeit, deren Höhe niemand vorher kennt.
Wo starte ich den Nachtrag?
Auf dem Dashboard unter Kunden → Bonuspunkte. Direkt nach der Installation steht dort die Karte „Bestandskunden belohnen" mit einer Vorschau der betroffenen Konten.
Was passiert, wenn ich den Lauf zweimal starte?
Nichts Doppeltes. Jede Gutschrift trägt einen eindeutigen Schlüssel je Kunde; eine zweite Buchung mit demselben Schlüssel wird von der Datenbank abgewiesen.
Hält der Lauf bei vielen Kunden den Shop auf?
Nein. Er arbeitet in Blöcken von 250 Kunden und hält keine langen Sperren. Auch bei sechsstelligen Kundenzahlen bleibt der Shop bedienbar.
Kann ich den Nachtrag überspringen?
Ja. Die Karte lässt sich wegklicken, ohne dass etwas gebucht wird. Das Programm startet dann für alle bei null.