Prämien statt Rabatt: derselbe Anreiz, ein Drittel der Kosten
Einlösen kann zweierlei bedeuten: ein paar Euro weniger auf der Rechnung, oder ein Produkt, das dem Warenkorb hinzugefügt wird. Für den Kunden fühlt sich das zweite größer an. Für deine Marge ist es billiger. Beides zusammen ist der Grund, warum dieses Plugin Prämien kennt und nicht nur einen Rabattregler.
Die Rechnung dahinter
Ein Rabatt kostet den Verkaufspreis, eine Prämie den Einkaufspreis
Zehn Euro Rabatt kosten deinen Shop zehn Euro Marge - vollständig, sofort, ohne Gegenwert. Ein Produkt mit zehn Euro Verkaufspreis als Prämie kostet dich das, was es im Einkauf gekostet hat. Bei einer Handelsspanne von 40 Prozent sind das sechs Euro. Der wahrgenommene Wert bleibt derselbe, der tatsächliche Aufwand sinkt.
10,00 €
Rabatt kostet dich
6,00 €
Prämie kostet dich
40 %
weniger Aufwand
gleich
wahrgenommener Wert
Die Prozentwerte sind ein Beispiel und hängen an deiner Kalkulation. Die Richtung gilt in jedem Shop, in dem der Verkaufspreis über dem Einkaufspreis liegt.
Ein Produkt ist greifbar, ein Rabatt ist eine Zahl
Eine Prämie hat einen Namen, ein Bild und einen Platz im Paket. Sie ist etwas, das man bekommt. Zehn Euro weniger auf einer Rechnung von 120 Euro fallen dagegen kaum auf - sie verschwinden in der Summe.
Deshalb sind Prämien vor allem dort stark, wo Punkte langsam wachsen: Sie geben dem Sammeln ein Ziel, das man ansehen kann, statt nur einer Zahl, die größer wird.
Wann Rabatt trotzdem die bessere Antwort ist
Rabatt hat einen Vorteil, den keine Prämie hat: Er passt immer. Er braucht keinen Lagerbestand, keine Größe, keine Farbe und niemanden, der ihn ins Paket legt. Bei großen Warenkörben und bei Kunden, die genau wissen, was sie wollen, ist der Bar-Rabatt der geringere Reibungspunkt.
Deshalb muss man sich nicht entscheiden. Beides zusammen in derselben Bestellung ist im Auslieferungszustand erlaubt - eine Prüfung im Hintergrund sorgt dafür, dass die Summe aus Rabatt und Prämie zum Guthaben passt.
Wie eine Prämie im Shop aussieht
Drei Zustände, die ein Kunde tatsächlich sieht
Eine Prämie ist im Kundenkonto immer sichtbar, auch wenn sie noch nicht erreicht ist. Genau das macht sie zum Ziel. Der Zustand steht an der Prämie selbst und ist ohne Erklärung verständlich.
Zustand
Was der Kunde sieht
Was er tun kann
Sofort einlösbar
Punkte reichen, alle Bedingungen erfüllt
Im Warenkorb einlösen
Mindestbestellwert
Punkte reichen, der Warenkorb noch nicht
Warenkorb auffüllen
Mehr Punkte nötig
die genaue Zahl der fehlenden Punkte
weiter sammeln
Der dritte Zustand ist der wichtigste. „Es fehlen 6.797 Punkte" ist eine konkrete Aufgabe. „Nicht verfügbar" wäre nur eine Absage.
Eingelöst wird im Warenkorb, nicht im Konto
Die Prämie wird als Position in den Warenkorb gelegt - dort, wo die Kaufentscheidung ohnehin fällt. Im Kundenkonto steht sie als Ziel, der Knopf führt in den Warenkorb.
Position der Box
rechte Spalte unter der Zusammenfassung (Standard)
Position der Prämien
linker Bereich unter den Produkten (Standard)
Beides verschiebbar
oben, unten oder in die Seitenleiste
Stehen Box und Prämien auf derselben Position, erscheint zuerst die Box und darunter die Prämien.
Grenzen, die eine Prämie mitbringen kann
Eine Prämie kann einen Mindestbestellwert verlangen. Damit verhinderst du den Warenkorb, der nur aus einer Prämie besteht, und hältst die Versandkosten in einem Verhältnis, das sich rechnet.
Drei Angaben legen fest, wie eine Prämie wirkt:
Punktepreis - wie viele Punkte sie kostet
Produkt - welcher Artikel dem Warenkorb hinzugefügt wird
Priorität - in welcher Reihenfolge die Prämien erscheinen
Wie viele Prämien du anlegen kannst, hängt am Plan: Free eine, Starter drei, Business zehn, Enterprise beliebig viele.
Was du dafür einstellst
Die Einstellungen zu diesem Anwendungsfall
Prämien selbst legst du in der Administration unter Kunden → Bonuspunkte → Prämien an. Die folgenden Einstellungen bestimmen, wie das Einlösen insgesamt funktioniert.
Den Einkaufspreis des Produkts, nicht seinen Verkaufspreis. Bei einer Handelsspanne von 40 Prozent kostet eine Prämie mit zehn Euro Verkaufspreis rund sechs Euro - derselbe Anreiz zu einem geringeren Aufwand als zehn Euro Bar-Rabatt.
Können Kunden Rabatt und Prämie zusammen einlösen?
Ja, wenn du es erlaubst - im Auslieferungszustand ist es erlaubt. Eine Prüfung im Hintergrund stellt sicher, dass Rabatt und Prämie zusammen das Guthaben nicht übersteigen.
Sieht ein Kunde auch Prämien, die er noch nicht erreicht hat?
Ja, und das ist Absicht. An jeder Prämie steht, wie viele Punkte noch fehlen. Erst dadurch wird eine Prämie zum Ziel statt zu einer Liste, die man ignoriert.
Kann eine Prämie einen Mindestbestellwert haben?
Ja. Damit verhinderst du Warenkörbe, die nur aus der Prämie bestehen. Der Kunde sieht dann den Zustand „Mindestbestellwert" mit der genauen Grenze.
Wie viele Prämien kann ich anlegen?
Im Free-Plan eine, im Starter-Plan drei, im Business-Plan zehn, im Enterprise-Plan beliebig viele.