Punkte-Verfall: die Bremse, die dein Programm bezahlbar hält
Jeder ausgegebene Punkt ist ein Versprechen. Ohne Gültigkeit wächst die Summe dieser Versprechen jahrelang weiter, auch für Kunden, die längst nicht mehr kaufen. Eine Verfallsfrist macht daraus eine Zahl mit Deckel - und einen Grund, noch einmal vorbeizuschauen.
Warum eine Frist sein muss
Punkte im Umlauf sind Geld, das dir noch nicht gehört
Wenn im Dashboard 1,6 Millionen Punkte im Umlauf stehen und 100 Punkte einen Euro wert sind, dann stehen dort 16.000 Euro, die deine Kunden jederzeit einlösen können. Diese Zahl wächst mit jedem Monat, in dem mehr ausgegeben als eingelöst wird.
365
Tage Gültigkeit im Standard
14
Tage Vorlauf der Erinnerung
30
Tage Sperrfrist zwischen Mails
täglich
wann geprüft wird
Eine Gültigkeit deckelt diese Summe. Was nach einem Jahr nicht eingelöst wurde, fällt heraus - und mit ihm ein Teil einer Verbindlichkeit, die sonst nie kleiner wird.
Der größte Teil gehört Kunden, die nicht mehr kommen
In jedem Programm sammelt sich Guthaben bei Kunden an, die einmal gekauft und dann aufgehört haben. Diese Punkte werden nie eingelöst, stehen aber dauerhaft in der Bilanz - und verzerren jede Aussage darüber, was das Programm wirklich kostet.
Mit einer Frist verschwinden sie nach einem Jahr von selbst. Die Zahl im Dashboard beschreibt dann die Kunden, die tatsächlich noch aktiv sind.
Die Erinnerung ist der eigentliche Gewinn
Vierzehn Tage vor dem Verfall geht eine Mail raus: „Deine Punkte laufen bald ab." Sie hat etwas, das kein Newsletter hat - einen echten, persönlichen Grund und eine Frist, die nicht erfunden ist.
Für viele Shops ist das die Mail mit der höchsten Rückholquote im ganzen Jahr. Der Verfall ist dabei nicht der Zweck, sondern der Anlass.
Wie der Verfall genau rechnet
Jede Gutschrift altert für sich
Punkte verfallen nicht als Gesamtstand, sondern portionsweise. Jede Gutschrift ist ein eigenes Paket mit eigenem Ablaufdatum, gezählt ab dem Tag der Buchung. Eingelöst wird immer zuerst aus dem ältesten Paket.
Frist
ab dem Buchungsdatum, nicht ab dem Bestelldatum
Reihenfolge
ältestes Paket zuerst - so verfällt möglichst wenig
Gegenbuchung
was verfällt, wird als eigene Buchung sichtbar
Bestand
wird nie überschrieben, sondern neu berechnet
Wer die Gültigkeit später ändert, ändert sie nur für Pakete, die danach entstehen. Bereits gebuchte Pakete behalten ihre ursprüngliche Lebensdauer - ein Kunde verliert also nie rückwirkend Zeit.
Eine Mail, nicht sieben
Kunden haben oft mehrere Pakete, die kurz nacheinander ablaufen. Zwei Regeln verhindern, dass daraus eine Mailflut wird: Alle Pakete innerhalb des Vorlauffensters werden zu einer Mail zusammengefasst, und zwischen zwei Erinnerungen an denselben Kunden liegen im Auslieferungszustand mindestens 30 Tage.
Wer die Erinnerung ganz abbestellt, sammelt weiter und verliert nichts - er bekommt nur keine Mails mehr. Der Abmeldelink liegt in jeder Mail.
Ohne Verfall geht es auch
Der Verfall lässt sich vollständig abschalten. Dann bleiben Punkte unbegrenzt gültig. Das ist die kundenfreundlichste Einstellung und zugleich die, bei der du die Verbindlichkeit im Dashboard besonders genau beobachten solltest.
Ein Mittelweg ist eine lange Frist, etwa 24 oder 36 Monate: Aktive Kunden merken nichts davon, und der Bestand bereinigt sich trotzdem.
Was du dafür einstellst
Die Einstellungen zu diesem Anwendungsfall
Vier Einstellungen bestimmen Frist, Erinnerung und Takt.
Punkte-Verfall und die Erinnerungsmail gehören zum Business-Plan. Die Verfallsfrist gilt shopweit; ein je Verkaufskanal abweichender Wert greift für Bestell-Punkte nicht.
Nein. Der Verfall lässt sich abschalten, dann bleiben Punkte unbegrenzt gültig. Mit Frist bleibt die offene Verbindlichkeit begrenzt und du bekommst einen ehrlichen Anlass für eine Erinnerungsmail.
Ab wann läuft die Frist?
Ab dem Tag der Gutschrift, nicht ab dem Bestelldatum. Jede Gutschrift ist ein eigenes Paket mit eigenem Ablaufdatum; eingelöst wird immer zuerst aus dem ältesten.
Was passiert, wenn ich die Frist später ändere?
Die neue Frist gilt nur für Pakete, die danach gebucht werden. Bereits gebuchte Pakete behalten ihre ursprüngliche Lebensdauer - niemand verliert rückwirkend Zeit.
Bekommt ein Kunde mehrere Erinnerungen?
Nur in Ausnahmen. Alle Pakete, die im Vorlauffenster ablaufen, werden zu einer Mail zusammengefasst, und zwischen zwei Erinnerungen an denselben Kunden liegen im Auslieferungszustand mindestens 30 Tage.
Kann ein Kunde die Erinnerungen abbestellen?
Ja, über den Abmeldelink in der Mail. Er sammelt weiter und verliert keine Punkte - er bekommt nur keine Benachrichtigungen mehr.